Digitale Demokratie mitgestalten
Denn die Demokratie ist in Gefahr. Ein wachsender und zunehmend lautstarker Teil der Bevölkerung fühlt sich nicht mehr von demokratischen Institutionen vertreten. In diesem Projekt beschäftigen wir uns mit Ansätzen dazu, wie auf diese Tendenzen reagiert werden könnte. Welche Ansätze gibt es um die Ursachen für den Erfolg von Populisten zu unterbinden? Kann beispielsweise die Regulierung von sozialen Netzwerken im Netz helfen? Wie versucht man die Zivilgesellschaft zu stärken und welche neuen demokratischen Institutionen werden geschaffen, um Bürger und Bürgerinnen besser in den legislativen Prozess zu integrieren? Welche Rolle können Bürgerräte dabei spielen und welche Möglichkeiten bieten digitale Lösungsansätze? Zentral soll die Frage stehen, welche Forschung nötig ist, um neue demokratische Ansätze zu entwickeln, zu erproben und schrittweise zu optimieren. Wie kann man solche Forschung gestalten in einer Zeit in der die Demokratie bereits unter Druck steht?
Genau um diese Fragen und noch vieles mehr soll es in unserem Projekt gehen. Mit der Hilfe von Studierenden wollen wir etwas großes auf die Beine stellen!
Aber was genau ist eigentlich Digitale Demokratie?
Eigentlich ganz simpel: Der Begriff beschreibt eine Form der Demokratie, bei der digitale Medien genutzt werden, um demokratische Prozesse zu fördern. Es geht darum, die Öffentlichkeit zu informieren sowie den Austausch politischer Meinungen und die aktive Beteiligung der Bürger:innen zu fördern. Digitale Demokratie zeichnet sich durch die Bereitstellung von Informationen über Online-Kanäle, den Dialog in digitalen Foren sowie neue Partizipationsmöglichkeiten wie Online-Petitionen oder digitale Bürgerbefragungen aus. Das übergeordnete Ziel ist es, eine digitale Praxis zu entwickeln, die durch digitale Kommunikation und Interaktion politische Teilhabe zugänglicher und transparenter gestalten kann.